Nutzerinnen und Nutzer von Smart-City-Angeboten sind grundsätzlich zufriedener mit der Qualität ihres städtischen Lebens als Nicht-Nutzer, so die Studie: Über 70 Prozent derjenigen Personen, die schon einmal auf Smart-City-Angebote zurückgegriffen haben, stufen ihre Lebensqualität hinsichtlich gesundheitlich relevanter Faktoren wie der Luftqualität höher ein. Bei denjenigen, die solche Angebote nicht nutzen, sind es 56 Prozent. Betrachtet wurden im Rahmen der Studie diverse Smart-City-Anwendungen in den Bereichen Notfallservices, Healthcare, öffentlicher Transport, öffentliche Güter, Abfallmanagement, öffentliche Verwaltung und Versorgungsnetze.

In Deutschland würde knapp ein Drittel (30 Prozent) der urbanen Gesellschaft mehr Geld zahlen, um in einer digital hochentwickelten Stadt zu wohnen. Dabei legen Stadtbewohnerinnen und -bewohner aus Berlin, München, Köln, Darmstadt und Düsseldorf besonders Wert auf Verbesserungen im Bereich Transport und Mobilität. Menschen aus Frankfurt und Hamburg würden dagegen am ehesten für smarte Lösungen zur Wasserversorgung zahlen.
Vor allem die jungen Generationen der Millenials (44 Prozent; Geburtsjahr zwischen 1981 und 1998) und der Generation Z (41 Prozent; Geburtsjahr nach 1997) würden einen finanziellen Mehraufwand für Smart-City-Maßnahmen auf sich nehmen. Auch Personen mit einem höheren Einkommen (Jahreseinkommen von mehr als 68.000 Euro) sind eher dazu bereit (43 Prozent) als Personen mit weniger Gehalt.

Die aktuell größten Schwachstellen deutscher Großstädte nehmen die befragten Personen unterschiedlich wahr: Während Bürgerinnen und Bürger aus Düsseldorf, Frankfurt und Berlin den dringendsten Handlungsbedarf im Bereich öffentliche Sicherheit sehen, fehlt es Menschen aus München, Hamburg, Köln und Darmstadt an Initiativen im Segment Mobilität. Nach Meinung der befragten städtischen Führungskräfte hingegen sollten vor allem Neuerungen in den Bereichen Healthcare und Bürgerservices gefördert werden.
Weltweit wäre der Umzug in eine technologisch fortschrittlichere Stadt für viele Bürgerinnen und Bürger eine Option: Durchschnittlich 40 Prozent von ihnen können sich vorstellen, ihre Stadt aus verschiedenen Gründen, unter anderem aufgrund von digitalen Mängeln, zu verlassen.

Die Studie zeigt außerdem, dass der Aspekt der nachhaltigen Stadtentwicklung für die Bewohnerinnen und Bewohner eine zunehmend große Rolle spielt: So geben 58 Prozent der Befragten an, dass sie in einer Smart City leben wollen, weil sie denken, die Stadt würde nachhaltiger sein. 42 Prozent der Städterinnen und Städter empfinden die Umweltverschmutzung in ihrer Stadt als zentrales Problem; 36 Prozent finden, es fehle an Nachhaltigkeitsinitiativen. Aus der Gruppe der städtischen Führungskräfte sind 42 Prozent der Meinung, dass es in den letzten drei Jahren an Nachhaltigkeitsmaßnahmen gemangelt habe und mehr als drei Viertel von ihnen denken, dass sich die Situation auch heute nicht gebessert hat.
Die Studie sowie weitere Informationen finden Sie hier.