Digital-Gipfel 2019

Das Diskussionspanel: Franz Kammerl, Peter Kaiser, Katie Gallus (Moderation), Ingeborg Esser, Alexander Neuhäuser und Birgid Eberhardt (v.l.n.r.)

© Geschäftsstelle Smart Living

Anlässlich des diesjährigen Digital-Gipfels am 28. und 29. Oktober 2019 in Dortmund mit dem thematischen Schwerpunkt „Digitale Plattformen“ hat die Wirtschaftsinitiative das Auftaktprogramm zum Forum "Innovative Digitalisierung der Wirtschaft" unter dem Motto „Mit Künstlicher Intelligenz zum Smart Living 5.0“ mitgestaltet.
Beim Diskussionspanel mit dem Titel „Digitale Plattformen für Smart Living" ging es um die Anforderungen und Perspektiven für das Planen, Bauen, Betreiben und Wohnen in intelligenten Gebäuden. Mit Building Information Modeling (BIM) steht dafür mittlerweile eine digitale Methode zur Vernetzung aller Prozesse und Anwendungsfelder im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden zur Verfügung. In der Diskussion machten Vertreter von Wohnungswirtschaft, Hersteller, Handwerk und Planung deutlich, wie wichtig der vereinfachte Zugang zu digitalen Plattformen für alle Beteiligten in Zukunft wird, beispielsweise um die Instandhaltung von Gebäuden zu erleichtern oder auch um neue Servicemodelle anbieten bzw. nutzen zu können. An der Diskussionen nahmen teil:

• Birgid Eberhardt, Bereichsleiterin Smart Home/AAL, Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH
• Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
• Alexander Neuhäuser, Geschäftsführer Recht und Wirtschaft, Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
• Peter Kaiser, Geschäftsführer Kaiser-Amm GmbH / TGA-Planung 4.0
• Franz Kammerl, Präsident KNX Association

Kerstin Bergmann (Programm Manager Consumer IoT, Robert Bosch GmbH) und Axel Schüssler (Co-Founder und CEO, IoT connctd GmbH) stellten in ihrem anschließenden Vortrag die BMWi-geförderten Projekte SENSE und ForeSight vor. In SENSE werden im Sinne der Leitidee „Gebäude als Service“ Konzepte zur Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemwelten mit Methoden semantischer Modelle genutzt, um digitale und gebündelte Mehrwertangebote rund um das vernetzte Gebäude zu ermöglichen. Das Projekt ForeSight entwickelt eine Plattform für situationsabhängige, intelligente und vorausschauende Smart Living-Dienste mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Abschließend referierte Olaf Schindler (Livisi GmbH) zum Thema „Gesellschaftliche Akzeptanz von Smart Living Ökosystemen – Wo liegen die Herausforderungen und Chancen?“

Anlässlich des diesjährigen Digital-Gipfels wurde auch die geplante europäische Dateninfrastruktur „GAIA-X“ vorgestellt. Vertreter der deutschen Bundesregierung, aus Wirtschaft und Wissenschaft wollen mit dieser Initiative gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern die nächste Generation einer Dateninfrastruktur für Europa schaffen. Ziel ist eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur, die den höchsten Ansprüchen an digitale Souveränität genügt und Innovationen fördert. Das Projekt dient als Wiege eines offenen und transparenten digitalen Ökosystems, in dem Daten und Dienste verfügbar gemacht, zusammengeführt und vertrauensvoll geteilt werden können – und ist damit auch eine wesentliche Chance für den weiteren Ausbau des Smart Living Markts.