Symposium Smarte Wohnung

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

© ANGA/Beatrice Staib

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Den Markt für Smart-Living-Anwendungen sieht Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, als ein mögliches neues „Mega-Ökosystem der Zukunft“. Dieses Bild prägte der Minister in seiner Keynote auf dem gemeinsamen Symposium „Smarte Wohnung“ des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA), des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Wirtschaftsinitiative Smart Living am 16. Januar in der saarländischen Landesvertretung in Berlin.

Prognosen zufolge wird es im Marktsegment Smart Living in den nächsten Jahren jährliche Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent geben. Die Umsatzerwartungen bis zum Jahr 2025 liegen dabei allein für Deutschland im zweistelligen Milliardenbereich, weltweit bei über 260 Milliarden Euro. Entscheidend für deutsche Hersteller und Anbieter ist es, von diesem Zukunftsmarkt zu profitieren und wichtige Wertschöpfungsanteile zu gewinnen, betonte Altmaier. Als wichtigen Schlüssel für den zukünftigen Erfolg von Smart Living sehen Experten vor allem die Anwendung Künstlicher Intelligenz.

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living hat das Ziel, zukunftsweisende Strategien für einen deutschen Smart-Living-Leitmarkt zu entwickeln. So soll der Mehrwert von „Smart Living – Made in Germany“ beispielsweise hinsichtlich Qualität und Sicherheit verdeutlicht und das Vertrauen von Verbrauchern gewonnen werden. Teilnehmer dieser offenen Plattform sind be-reits über 70 maßgebliche Unternehmen, Verbände und Initiativen. Bundesminister Altmaier nannte die im März 2017 gegründete Wirtschaftsinitiative eine „europaweit und international einzigartige Kooperationsplattform für die erforderliche branchenübergreifende Zusammenarbeit von Herstellern, Anwendern wie Wohungswirtschaft und Handwerk sowie vielen weiteren Akteuren“.

Nach der Keynote des Ministers sprach Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW und Leiterin des Strategiekreises der Wirtschaftsinitiative Smart Living, im Dialog mit ANGA-Geschäftsführerin Andrea Huber über die Rahmenbedingungen der Erschließung des Smart-Living-Marktes. „Wichtig ist, dass sich die Anbieter nicht im Wettbewerb abschotten, sondern dass sie versuchen, vorwettbewerblich gemeinsam intelligente Lösungen zu erarbeiten“, sagte Esser. Große Potenziale sieht Esser in der aktiven Einbindung von Start-ups in die Entwicklungsarbeit und in der Entwicklung eines Sprachassistenten, der europäische Dialekte besser erkennen kann als Siri und Alexa.

Zur Frage „Smart Wohnung kurz vor dem Massenmarkt“ diskutierten auf einem abschließenden Panel:

  • Marie-Louise Bruch, Head of IoT Sales Germany bei Vodafone Business
  • Timm Degenhardt, CEO von Tele Columbus
  • Alexander Weihe, Leiter Produktmanagement bei Vonovia, und
  • Thomas Wöckel, Referent digitale Unternehmenstransformation bei der FLÜWO Bauen Wohnen eG.