Über Smart Living

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Die Digitalisierung von Anwendungenfür den privaten Haushalt, z. B. in den Bereichen Komfort und Sicherheit, Energiemanagement sowie selbstbestimmtes Wohnen im Alter, schreitet rasant voran. Ein flächendeckend verfügbares Internet, vernetzungsfähige Komponenten im Haushalt und mobile Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen grundlegend neue Anwendungen für das Zuhause und damit verbundene neue Geschäftsmodelle. Im Ergebnis dessen gewinnt der Smart-Living-Markt gegenwärtig enorm an Bedeutung. Besonders für deutsche Unternehmen wird ein hoher Anteil am weltweiten Marktvolumen, mit rasant steigendendem Marktwachstum, prognostiziert.

So gehen Studien je nach Abgrenzung für das Jahr 2021 von einem weltweiten Marktvolumen von 19 Milliarden Euro bis 30 Milliarden Euro aus (Geschäftsstelle Smart Living,Smart Living2Market, Sachstandsbericht 1,2017). Statista schätzt den Umsatz des Smart-Living-Marktes 2017 in Deutschland auf 1,29 Milliarden Euro. Das Marktvolumen wird im Jahr 2021 voraussichtlich 4,14 Milliarden Euro erreichen – dies entsprichteiner Umsatzsteigerung von 33,7 Prozent pro Jahr. Deutlich höhere Umsätze werden bereits in den USA erzielt: Statista erwartet hier einen Marktumsatz im Jahr 2017 von 13,19 Milliarden Euro.

Deutsche Unternehmen sehen sich am Smart-Living-Markt großen Herausforderungen gegenüber, insbesondere hinsichtlich Gewerke-übergreifende Interoperabilität, Datensicherheit, Bedienbarkeit, Unterstützung bei Anschaffung und Installation sowiedes Wettbewerbs durch ausländische Unternehmen. Bei den (potenziellen) Anwendern existiert zudem Informations-und Aufklärungsbedarf hinsichtlich der neuen Technologien. So nutzen zwar laut dem Smart Home Monitor 2016 bereits 30 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Haushalte Smart-Home-Anwendungen; dies war vielen Befragten jedoch gar nicht bewusst. Etwa die Hälfte der Teilnehmer der Studie hat prinzipiell Interesse an smarten Assistenten und nur jeder Fünfte lehnt eine Nutzung derzeit grundsätzlich ab. Als Hauptgründe für eine Ablehnung werden vermutete hohe Kosten, Unsicherheit hinsichtlich des Datenschutzes und der Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller genannt.

Die Beseitigung der Markthemmnisse ist eine wichtige Aufgabe, damit die in Aussicht stehenden Marktchancen für die zahlreichen Anbieter und Hersteller in Deutschland nicht verloren gehen. Die deutsche Wirtschaft ist sich einig, dass die Bewältigung dieser Herausforderungen nur durch einen koordinierten Ansatz zu erreichen ist. Zu diesem Zweck wurde im März 2017 von über 40 führenden Unternehmen und Verbänden die Wirtschaftsinitiative Smart Living ins Leben gerufen.

Da die Ausräumung der derzeitigen Markthemmnisse von Smart-Living-Anwendungen nicht nur eine technologische, sondern auch eine wirtschaftspolitische Aufgabe darstellt, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bereits in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Forschung und Entwicklung in dem Segment voranzutreiben. Dabei hat sich u. a. gezeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, um die bereits erzielten Ergebnisse in marktfähige Angebote zu überführen und einen deutschen Leitmarkt für entsprechende Produkte zu fördern. Dazu gehört die Förderung einheitlicher Standards ebenso wie die Entwicklung geeigneter Qualifizierungsmaßnahmen.


Einen Fachbetrieb finden

Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich zu Smart-Living-Anwendungen beraten lassen möchten, haben über die Teilnehmer der Wirtschaftsinitiative Smart Living mehrere Optionen, einen qualifizierten Fachbetrieb in ihrer Nähe zu finden:

  • über die Fachbetriebssuche des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) unter https://www.zveh.de/smarthome-betriebe,
  • über die Fachbetriebssuche der Smart Home Initiative Deutschland e.V. unter http://www.smarthome-deutschland.de/fachbetriebe/fachbetriebe-finden.html,
  • über die Fachbetriebssuche des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz e.V. unter https://rollladen-sonnenschutz.de/smarthome-fachbetriebe/.

Weitere Informationen

Wirtschaftsinitiative Smart Living

Geschäftsstelle Smart Living