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Wirtschaftsinitiative: Über uns

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Die Wirtschaftsinitiative Smart Living ist am 14. März 2017 gegründet worden.

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Warum gibt es die Wirtschaftsinitiative?

Motivation der Wirtschaftsinitiative Smart Living

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living ist am 14. März 2017 im Rahmen der Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, Erneuerbare Energien – ISH gegründet worden.

WI Motivation

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Smart Home / Smart Living sind die Synonyme für die Digitalisierung der Wohn- und Lebensumgebung. Flächendeckend verfügbares Internet, zunehmend vernetzungsfähige (sensorische) Komponenten im Haushalt, drahtlose und mobile Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen grundlegend neue Anwendungen für das zu Hause und damit verbundene neue Geschäftsmodelle. Durch die Digitalisierung verändern sich Wertschöpfungsketten und insbesondere Wertschöpfungsanteile. Software und internetbasierte Plattformen zur Realisierung komplexer Smart Living-Anwendungen machen Komponenten, die bisher wichtige Domänen deutscher Hersteller darstellen, austauschbar. Erfolgreiche Plattformbetreiber werden zum bestimmenden Faktor u.a. bei der Nutzung von Standards. Es besteht die Gefahr, dass Hersteller und Anbieter von Komponenten in eine nachrangige Position geraten.

Das Marktpotenzial von Smart Home-Technologien ist Analysen zufolge mit hohen Erwartungen an Wachstum und Umsatz verbunden. Eine BMWi-Studie schätzt den Anstieg des erzielbaren Smart Home-Marktvolumens allein in Deutschland auf rund 20 Mrd. Euro im Jahr 2025.

Nicht nur in Deutschland ist das Marktangebot immer noch von einer Vielzahl proprietärer Insellösungen geprägt, die nicht interoperabel sind. Markthemmnisse sind unzureichende Investitionssicherheit, mangelndes Vertrauen in die Datensicherheit (Datenschutz, IT-Sicherheit), unklare Funktionalität und komplizierte Bedienung (Usability). In der Wohnungswirtschaft, die ein großes Einsatzpotenzial für Smart Living-Lösungen darstellt, geht es um neue Modelle zur Refinanzierung von Investitionen, für Architekten, Ingenieurbüros und Bauwirtschaft um Planbarkeit, für das Handwerk vor allem um neue Anforderungen in der Qualifizierung.

Die Beseitigung dieser Markthemmnisse ist eine wichtige technologie- und wirtschaftspolitische Aufgabe, damit Marktchancen vor allem vieler mittelständisch geprägter Hersteller und Anbieter in Deutschland nicht verloren gehen. Das BMWi hat in den zurückliegenden Jahren eine Fülle an FuE-Fördermaßnahmen durchgeführt, die Machbarkeit und Nutzen von Smart Home-Anwendungen in Bereichen wie Komfort, Sicherheit, Energiemanagement bis hin zu Gesundheitsprävention belegen.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass weitere Anstrengungen dringend unternommen werden müssen, um den Transfer erzielter Ergebnisse in marktfähige Angebote und insbesondere die Entwicklung eines an Masse orientierten deutschen Leitmarkts für Smart Living-Produkte zum Vorteil deutscher Hersteller und Anbieter zu stimulieren. Dazu gehört die Schaffung gemeinsamer Standards, zum Beispiel hinsichtlich Kriterien für Qualität und Sicherheit von Smart Living-Produkten, die Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen im Handwerk bis hin zur Schaffung eines Standort-Labels als Alleinstellungsmerkmal im Export.

Was die Initiative erreichen möchte

Ziele der Wirtschaftsinitiative Smart Living

WI Ziele

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Ziel der Wirtschaftsinitiative ist das gemeinsame Vorgehen deutscher Unternehmen, um den Transfer von Innovationen in den Markt zu beschleunigen, um bestehende Hemmnisse zu beseitigen und zukunftsfähige Marktstrategien zu entwickeln.  

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living wird:  

  • zukunftsweisende Strategien und neue Anwendungen für einen deutschen Leitmarkt entwickeln und neue Formen der Kooperation anbahnen;
  • einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards etablieren;
  • Gesellschaft und Wirtschaft für die Chancen von Smart Living sensibilisieren;
  • Anstöße für zielgerichtete Innovationsanstrengungen und zukunftssichere Arbeitsplätze geben;
  • passgenaue Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen entwickeln;
  • zur Schaffung eines notwendigen Rechtsrahmens beitragen. 

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living ist eine von den beteiligten Unternehmen und Verbänden getragene Initiative. Sie verbindet alle Aktivitäten im Bereich Smart Living, um Initiativen-, Standard- und Plattform-übergreifend zu agieren. Sie ist prinzipiell offen für die Beteiligung von Unternehmen und Verbänden in Deutschland mit Bezug zu Smart Living Anwendungen.

Seit April 2017 koordiniert und unterstützt die Geschäftsstelle Smart Living im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Aktivitäten der Initiative und fungiert als Ansprechpartner für interessierte Unternehmen und Initiativen, für die Politik und die Öffentlichkeit.

Die drei Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen der Wirtschaftsinitiative Smart Living

Innerhalb der Wirtschaftsinitiative haben drei Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen.

WI Arbeitsgruppen

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Die Arbeitsgruppe 1 „Markt und Leitbild“ hat das Ziel der kontinuierlichen Überwachung und Verfolgung der Entwicklungen im Markt, um strategische und operative Informationsvorteile zu erarbeiten, die in Wettbewerbsvorteile umgesetzt werden können. Die Arbeitsgruppe wird auch das Leitbild der Wirtschaftsinitiative erstellen und weiterentwickeln. Das Leitbild beschreibt das Selbstverständnis und die Grundprinzipien der Wirtschaftsinitiative und formuliert die Vision der Initiative, ihre Mission und ihre Ziele.

 

Die Arbeitsgruppe 2 „Recht“ verfolgt das Ziel, die rechtlichen Grundlagen für den Bereich Smart Living zu analysieren, zu bewerten, aufzubereiten und Anregungen für Weiterentwicklungen oder Ergänzungen zu geben. Der Verbraucherschutz, die Fragen der Informationssicherheit und des Datenschutzes sowie die Sicherung der Privatsphäre und der Umgang mit geistigem Eigentum stehen dabei ebenso auf der Agenda wie Fragen der Produkthaftung. 

 

Die Arbeitsgruppe 3 „Qualifizierung“ hat sich zur Aufgabe gestellt, mit zielgerichteter Aus- und Weiterbildung die gesellschaftliche Akzeptanz von Smart Living zu verbessern, der zum Teil noch existierenden Verunsicherung über Smart Living entgegenzuwirken und Vertrauen aufzubauen sowie eine einheitliche und widerspruchsfreie Kommunikation über Smart Living, unabhängig von Gewerken oder einzelnen Institutionen, zu etablieren.

Weiterführende Informationen